Nr. 306, April 2026
 
1) Präventive Wirkung von Schulsozialarbeit auf Jugendkriminalität
Eine wirtschaftswissenschaftliche Studie analysiert die präventive Wirkung der signifikanten Ausweitung professioneller Schulsozialarbeit nach dem Amoklauf in Winnenden im Jahr 2009. Die Effektstärke wurde anhand einer Beispielschule mit 1.000 Schülerinnen und Schülern, für die (fiktiv) eine zusätzliche Fachkraft eingestellt wurde, und den Kriminalitäts-, Bildungs- und Sozialarbeitsdaten der Jahre 2006 – 2018 für Baden-Württemberg berechnet. Demnach hat Schulsozialarbeit nicht nur positive Bildungseffekte, sondern hilft auch dabei, Jugendkriminalität (signifikant) zu reduzieren. Die Studie vergleicht hierfür die Effektstärke an der Beispielschule mit den lebensweltlichen Daten, also der präventiven Wirkung, die nach dem Amoklauf mit den tatsächlich eingestellten Fachkräften an Schulen in BW erzielt werden konnte. Demnach konnte mit dem zusätzlichen sozialpädagogischen Fachpersonal die Jugendkriminalität um etwa zwei bis drei Prozent p. a. gesenkt werden - https://t1p.de/le7gd