Nr. 86, Mai 2006
 
12) Community Policing und lokale Problembearbeitung
Im Zuge kritischer Auseinandersetzungen mit der polizeilichen Arbeitsweise gewann in den USA im Verlauf der 1980er Jahre das Konzept des Community Policing an Popularität. 1993 erfuhr auch die Polizeiarbeit der Stadt Chicago mit der Chicago Alternative Policing Strategy (CAPS) eine weitgehende Umgestaltung. Deren Grundlagen bilden Bewohnerbeteiligung, Problemorientierung und institutionenübergreifende Kooperation zur stärkeren Vernetzung der polizeilichen Arbeit mit den Nachbarschaften. Der Beitrag von Wurtzbacher thematisiert die Reichweite der in die Polizeistrategie eingelagerten partizipatorischen Elemente, insbesondere auf das Instrument des Beat Meetings (Nachbarschaftsrat zu Sicherheitsfragen), und geht der Frage nach, inwieweit dieser Mechanismus auch in Stadtteilen mit hoher Kriminalitätsbelastung eine Möglichkeit bietet, nachbarschaftlichen (Sicherheits-)Problemen zu begegnen. Dafür werden zunächst die partizipatorischen Grundzüge der CAPS erläutert und anschließend deren Einbettung in eine stark mit Jugendgewalt belastete Nachbarschaft im Süd-Westen der Stadt Chicago näher thematisiert. Ein abschließendes Fazit geht auf die Reichweite bürgerschaftlicher Partizipation innerhalb der Chicagoer Polizeistrategie ein. Jens Wurtzbacher: Community Policing und lokale Problembearbeitung: Notizen über die Southwest-Side in Chicago. erschienen in: TRIALOG 87, 4/2005: 12-16. Jetzt im Online-Bereich des Polizei-Newsletter unter http://www.polizei-newsletter.de/online_documents_german.php.