Martin Grassberger, Harald Schmid, Todesermittlung. Befundaufnahme und Spurensicherung, 3., korrigierte Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2026, XVI, 384 Seiten, 237 farb. Abb., 27 farb. Tab, ISBN 978-3-8047-4709-8, 92.- Euro, E-Book ISBN 978-3-8047-4710-4, 92.- Euro
Mit „Tatort Körper – auf der Suche nach der Wahrheit“ ist der Umschlagtext dieses Buches überschrieben, das sich als
„praxisorientierten Leitfaden“ versteht und „vor Ort ermittelnden Polizeibeamten, Juristen und Ärzten das Grundwissen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vermitteln“ soll. Continue reading Martin Grassberger, Harald Schmid, Todesermittlung. Befundaufnahme und Spurensicherung, 3. Auflage. Rezensiert von Thomas Feltes
Inhaftierungen, gefolgt von einem unerwarteten Rückgang. Mit dem Rückgang der Gewalt gingen auch andere Belastungen wie Drogenkonsum, Autounfälle, Kinderarmut und Bleibelastung einher. Bis 2020 erreichten die Inhaftierungsraten den niedrigsten Stand seit 25 Jahren, wovon vor allem Afroamerikaner profitierten. Diese positiven Veränderungen fanden jedoch keinen Eingang in die öffentliche, mediale Debatte oder die Politik. Vor allem die Politik stützt sich in den USA (durchaus auch vergleichbar mit der Situation in Deutschland), weiterhin auf veraltete Studien und vereinfachende Narrative über moralischen Charakter und persönliche Verantwortung. Hier setzt die Studie von Sampson an, die der Frage nachgeht, wie der gesellschaftliche Wandel die Kriminalität und die Lebenswege junger Amerikaner verändert hat.
Diskussion um die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters hat sich gezeigt, dass sich die restriktiven Einstellungen in der Bevölkerung nicht nur auf einzelne Straftatbestände beziehen (Pönalisierung), sondern dass sie auch bei der Frage relevant sind, wer wie bestraft werden soll.
Neuauflage vor. Auffällig ist bereits die Umbenennung des Titels. Mit der 8. Auflage wird aus dem bisherigen „Handbuch Polizeirecht“ das „Handbuch Polizei- und Sicherheitsrecht“, wobei die früheren Ausgaben bereits eine weit über das Polizeirecht hinausgehende Ausrichtung hatten. Insofern wird die bisherige inhaltliche Agenda nun auch im Titel deutlicher.
Beiträge, von denen nicht wenige vornehmlich auf Zeitungsartikel oder populärwissenschaftliche Literatur Bezug nahmen. Auf der anderen Seite dominierten Veröffentlichungen aus den kritischen Sozialwissenschaften, die die kriminalpolitische Konstruktion der Clankriminalität in den Vordergrund rückten (vgl. Lauber 2024: 136 f.). Gewinnbringender waren zuletzt die Literatursynthese von Görgen et al. (2022) sowie der Sammelband von Wollinger (2024). Seitdem scheint das Interesse an diesem Thema wieder abzunehmen.