Buchbesprechungen

Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 270. überarbeitete und ergänzte Auflage. Rezensiert von Thomas Feltes

Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, begründet von Willibald Pschyrembel, 270. Überarbeitete und ergänzte Auflage, De Gruyter-Verlag Berlin, 1.946 Seiten, 1.850 Abbildungen, ISBN 9783111318981, Hardcover 54,95 Euro.

„Der“ Pschyrembel ist so etwas wie der Duden der Medizin. Er gilt als das führende deutschsprachige medizinische Nachschlagewerk für klinische Erstinformation. Die aktuelle, 270. Auflage enthält rund 30.000 Fachartikel und gilt im medizinischen Bereich als unverzichtbares Standardwerk. Das alphabetisch geordnete Verzeichnis der gebräuchlichsten und wichtigsten Begriffe der Medizin wurde konzipiert für medizinische Berufe, hilft aber auch polizeilichen Ermittlungsbeamten, Staatsanwälten, die bspw. einen Obduktionsbericht bewerten sollen oder beim Verständnis von medizinischen Gutachten. Vertreter sozialer Berufe finden hier Nachweise zu Begriffen in medizinischen, psychiatrischen oder psychologischen Gutachten, die sich in ihren Akten befinden. Continue reading Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 270. überarbeitete und ergänzte Auflage. Rezensiert von Thomas Feltes

Lena Marie Brinkmann, Wirtshaus und Wandel. Literarische Räume als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen und Umbrüche. Resensiert von Thomas Feltes

Lena Marie Brinkmann, Wirtshaus und Wandel. Literarische Räume als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen und Umbrüche. Transcript-Verlag Bielefeld, 2026, 306 S., Print: ISBN: 978-3-8376-8182-6, 49.- Euro; pdf ISBN: 978-3-8394-7767-0 (open access)

Wenn Räume sprechen könnten, hätten Wirtshäuser viel zu berichten. Nicht nur weil es an Tischen und Tresen gesellig zugeht, sondern weil der Raum bei genauer Beobachtung viel preisgibt: Wer gehört zur Gemeinschaft? Welche Meinungen und Konflikte herrschen? Und was bringt die Zukunft? Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten politisch engagierte Autor*innen das Wirtshaus in ihren Geschichten, um gesellschaftsrelevante Fragen aufzugreifen und kritisch zu reflektieren. Continue reading Lena Marie Brinkmann, Wirtshaus und Wandel. Literarische Räume als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen und Umbrüche. Resensiert von Thomas Feltes

Arne Semsrott, Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück. Eine Anleitung für die demokratische Offensive. Rezensiert von Thomas Feltes

Arne Semsrott, Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück. Eine Anleitung für die demokratische Offensive. Droemer, München 2026, 208 S., ISBN 978-3-426-57072-2, 22.- Euro, e-book 18,99 Euro.

„Weg mit der Ohnmacht und Untergangsstimmung – es ist Zeit für die demokratische Gegenoffensive“ ist das Motto dieses Buches, mit dem der Autor versucht, anhand zahlreicher konkreter Beispiele zu zeigen, wie wir aus der Defensive in die Offensive kommen. Es geht darum, die Erkenntnisse, die wir zu den Ursachen des Zerfalls unserer Demokratie haben, in Handeln umzusetzen. Continue reading Arne Semsrott, Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück. Eine Anleitung für die demokratische Offensive. Rezensiert von Thomas Feltes

Unter Reichen. Heft der Zeitschrift „Mittelweg 36“. Vorgestellt von Thomas Feltes

Unter Reichen. Heft der Zeitschrift „Mittelweg 36“, 35. Jahrgang, Heft 3, Juni/Juli 2026, Hamburg, 14.- Euro

Mit einem Umfang von 148 Seiten ist dieses Heft der Zeitschrift „Mittelweg 36“ fast schon ein Buch, und darf daher auch hier im Buch-Blog des PNL besprochen werden. Aber nicht nur deshalb: Dieses Heft thematisiert etwas, was immer wieder mal, dann meist aber eher am Rande thematisiert wird: Die sog. Reichtumsforschung. Continue reading Unter Reichen. Heft der Zeitschrift „Mittelweg 36“. Vorgestellt von Thomas Feltes

Claudia Mock, Figurations of Childhood. Middle-Class Topologies in Nairobi and Berlin. Rezensiert von Thomas Feltes

Claudia Mock, Figurations of Childhood. Middle-Class Topologies in Nairobi and Berlin. Transcript-Verlag Bielefeld, 2026, 342 Seiten, ISBN: 978-3-8376-7964-9, 49.- Euro (print), e-book als open access.

Weltweit führen neoliberale Stadtplanung und die sog. „Securitization“ („Versicherheitlichung“) zu einer Kindheit, die von Segregation, Eingrenzung und Isolation geprägt ist. Vor allem in Milieus der Mittel- und Oberschicht erscheint die Kindheit als räumliche Krise, in der Kinder im Namen des Schutzes bevormundet und entmachtet werden. Claudia Mock stützt sich auf generationenübergreifende Biografien und mentale Landkarten aus Nairobi und Berlin, um aufzuzeigen, wie sich Sicherheitsdiskurse mit bürgerlichen Werten und Architekturen verflechten und die Kindheit in diesen Städten seit 1960 auf überraschend ähnliche Weise neugestalten. Continue reading Claudia Mock, Figurations of Childhood. Middle-Class Topologies in Nairobi and Berlin. Rezensiert von Thomas Feltes