Nr. 305, März 2026
 
7) Studie zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgungssituation von Inhaftierten
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat im Frühjahr 2024 in 137 deutschen JVA eine Umfrage durchgeführt, um die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgungssituation bzw. die Ressourcen für Diagnostik und Therapie psychisch erkrankter StraftäterInnen in den JVA besser einschätzen zu können. Die bisherige Erkenntnislage war ungenügend, worauf u. a. die nationale Stelle für Verhütung von Folter in ihrem Jahresbericht 2024 (BT-Drs. 21/800 vom 07.07.2025) hingewiesen hatte. Die Studie bestätigt die anhaltende Mangellage: Etwa die Hälfte der an der Befragung teilnehmenden JVA berichteten über Probleme „bei der Anbahnung bzw. Initiierung einer (angezeigten) psychiatrischen Versorgung“, sodass tatsächlich nur die Hälfte der Probanden, bei welchen die „Indikation für eine Verlegung in eine vollstationäre psychiatrische Einrichtung“ bestand, tatsächlich in eine solche Einrichtung verlegt werden konnten - https://t1p.de/d4whg