Nr. 307, Mai 2026
 
5) Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) – Zweite Erhebungswelle 2024 – Erste Ergebnisse für NRW veröffentlicht
Dieser die amtliche polizeiliche Kriminalstatistik ergänzende Viktimisierungssurvey, der 2020 bundesweit mit einer ersten Erhebungswelle startete, ist als Querschnittsbefragung periodisch angelegt. Im Frühjahr 2024 wurden in einer zweiten Erhebungswelle bundesweit mehr als 186.000 Menschen ab 16 Jahren mit einem einheitlichen Mantelfragebogen befragt, darunter alleine 40.000 in Nordrhein-Westfalen. Die Rücklaufquote in NRW betrug 35,6% (rund 14.000 auswertbare Fragebögen). Die Auswertung ist damit für NRW statistisch repräsentativ. Die einzelnen Bundesländer haben die Möglichkeit, den bundesweit einheitlichen Mantelfragebogen um länderspezifische Fragestellungen zu ergänzen. NRW hat davon Gebrauch gemacht und 2024 vertiefende Fragen zur Zivilcourage und zum Verhalten bei einem Notruf ergänzt. Im Vergleich zum ersten Survey 2020 fühlen sich die Menschen in NRW im öffentlichen Raum (noch) etwas sicherer. Die Auswertung zeigt auch, dass die Anzeigequote (deliktsabhängig) niedrig ist. So werden Delikte ohne Gewaltanwendung durchschnittlich in zwei von drei Fällen nicht angezeigt. Erfahrungen mit Gewaltkriminalität wurden sogar nur in 7,4% der Fälle der Polizei gemeldet. Die nächste, dann dritte Erhebungswelle ist gerade (im Frühjahr 2026) gestartet und soll künftig in einem zweijährigen Intervall fortgeführt werden. Die bundesweiten SKiD-Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle (2024) wurden zusammen mit der PKS 2025 im Rahmen einer PK vorgestellt und können auf der Website des BKA abgerufen werden - https://t1p.de/zqa1h.