Nr. 310, August 2026
 
3) „Wer mit Gewalt erzieht, erzieht zur Gewalt“
Mit dieser provokativen Schlagzeile wird auf die Ergebnisse der im Juni 2026 vom University College London veröffentlichten Studie „Physical punishment and child outcomes in the UK“ verwiesen. Die wichtigste Botschaft auf Grundlage der Daten einer britischen Langzeitstudie („Millenium Cohort Study“) lautet „Körperliche Strafen haben keinen nachweisbaren Nutzen“, vielmehr sei „eine Verbindung zwischen körperlicher Bestrafung von Kindern und schlechteren Leistungen in der Schule sowie aggressivem Verhalten erkennbar.“ Mit „17 Jahren lag das Risiko noch 26% höher als in der Vergleichsgruppe ohne Gewalterfahrungen im Kindheitsalter“. Die Ergebnisse sind dennoch mit Vorsicht zu interpretieren. Aufgrund des noch fehlenden unabhängigen fachgutachterlichen peer-reviews liefere die „reine Beobachtungstudie Studie keine eindeutigen ursächlichen Wirkungszusammenhänge, sondern allenfalls Korrelationen“ - https://t1p.de/d7vwt