Nr. 310, August 2026
5) When victims don’t call: Police-cited nonreporting in the NCVS, 1992-2023
Der amerikanischen Polizei wird in der Literatur nicht selten eine Vertrauenskrise in der Öffentlichkeit bescheinigt, was sich auf die Beziehungen zwischen Polizei und Bevölkerung sowie auf die Sicherheit in den Gemeinden auswirkt. Dieser Vertrauensverlust wird manchmal auf einen „De-Policing“-Effekt zurückgeführt, bei dem negative öffentliche Kritik die Proaktivität der Polizei einschränkt. Wenn die Öffentlichkeit eine negative Einstellung gegenüber der Polizei zeigt, könnte sie auch den Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden insgesamt meiden. In diesem Beitrag wird diese Möglichkeit untersucht, indem Längsschnittdaten aus der National Crime Victimization Survey (NCVS) analysiert werden, um festzustellen, ob Phasen negativer öffentlicher Kritik die Bereitschaft der Bevölkerung beeinflussen, die Polizei zu rufen. Die Ergebnisse einer unterbrochenen Zeitreihenanalyse zeigen, dass die Anzeigenquoten in den letzten 30 Jahren konstant geblieben sind. Seit Mitte der 2000er Jahre nennen die Menschen jedoch doppelt so häufig die Polizei als wichtigsten Grund dafür, eine Straftat nicht anzuzeigen, was bereits vor den bekannten Ereignissen mit starker negativer öffentlicher Kritik der Fall war. Weitere Analysen zeigen wesentliche Veränderungen in anderen demografischen Gruppen. In dem Beitrag werden auch Implikationen für Theorie und Praxis erörtert - https://t1p.de/zu87s
5) When victims don’t call: Police-cited nonreporting in the NCVS, 1992-2023
Der amerikanischen Polizei wird in der Literatur nicht selten eine Vertrauenskrise in der Öffentlichkeit bescheinigt, was sich auf die Beziehungen zwischen Polizei und Bevölkerung sowie auf die Sicherheit in den Gemeinden auswirkt. Dieser Vertrauensverlust wird manchmal auf einen „De-Policing“-Effekt zurückgeführt, bei dem negative öffentliche Kritik die Proaktivität der Polizei einschränkt. Wenn die Öffentlichkeit eine negative Einstellung gegenüber der Polizei zeigt, könnte sie auch den Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden insgesamt meiden. In diesem Beitrag wird diese Möglichkeit untersucht, indem Längsschnittdaten aus der National Crime Victimization Survey (NCVS) analysiert werden, um festzustellen, ob Phasen negativer öffentlicher Kritik die Bereitschaft der Bevölkerung beeinflussen, die Polizei zu rufen. Die Ergebnisse einer unterbrochenen Zeitreihenanalyse zeigen, dass die Anzeigenquoten in den letzten 30 Jahren konstant geblieben sind. Seit Mitte der 2000er Jahre nennen die Menschen jedoch doppelt so häufig die Polizei als wichtigsten Grund dafür, eine Straftat nicht anzuzeigen, was bereits vor den bekannten Ereignissen mit starker negativer öffentlicher Kritik der Fall war. Weitere Analysen zeigen wesentliche Veränderungen in anderen demografischen Gruppen. In dem Beitrag werden auch Implikationen für Theorie und Praxis erörtert - https://t1p.de/zu87s