Nr. 311, September 2026
 
10) Projekt: “FoGG – For the Greater Good – Deepfakes in der Strafverfolgung”
Mit generativer künstlicher Intelligenz (KI) können selbst Laien heutzutage schnell und einfach synthetische Medien generieren. Dies betrifft insbesondere Deepfakes, welche mitunter sehr realistisch aussehen und gezielt für Täuschungen eingesetzt werden können. Hierdurch kann sich auch für die Strafverfolgung ein ungeahntes Potenzial entfalten: Bei verdeckten Ermittlungen könnten z. B. Stimm-, Sprach- und Videoklone zum Einsatz kommen. Jedoch stellen sich bei der Verwendung von Deepfakes diverse technische, juristische und ethische Fragen. Was ist technisch möglich? Was ist rechtlich erlaubt? Und welche ethischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ergeben sich? Daher setzt es sich das gemeinsam von der Universität Bayreuth, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) verantwortete Projekt zum Ziel, die o. g. und weitere Fragen aus interdisziplinärer Perspektive intensiver zu beleuchten, konkrete Empfehlungen für Gesellschaft und Ermittler:innen im Umgang mit Deepfakes zu erarbeiten, und diese mithilfe eines interaktiven Demonstrators in die Praxis zu bringen. Im Zentrum steht die Frage unter welchen Umständen und in welchem Maße der Einsatz von Deepfakes im Rahmen der Strafverfolgung gesellschaftlich akzeptabel ist - https://t1p.de/8f4r1