Nr. 311, September 2026
 
14) Buchveröffentlichung (open access): “Hot Spots of Crime – Social Structure and Social Context at the Micro Geographic Level”
Kriminalitäts-Hotspots sind ein Schwerpunkt des Studiums in der Kriminologie und der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention. Die kriminologische und polizeiwissenschaftliche Literatur setzt sich seit geraumer Zeit mit unterschiedlichen Ansätzen des Hotspots-Policings auseinander. Dennoch wissen wir bis heute wenig über diese „kriminalitätsbelasteten“ Orte. Wer lebt in Hotspots der Kriminalität? Welche Faktoren führen dazu, dass diese Orte zu Hotspots für Kriminalität werden? Welche anderen sozialen und gesundheitlichen Probleme gibt es an diesen Orten? Das open access verfügbare Buch stützt sich im Rahmen einer strukturierten qualitativen Datenerhebung auf mehr als 7.000 Fragebögen von Menschen, die innerhalb derartiger Hotspots und Nicht-Hotspot-Straßen leben, auf deren systematisierte physische und soziale Beobachtungen. Die Ergebnisse dieser von David Weisburd et al. verantworteten Studie veranschaulichen, dass Kriminalitäts-Hotspots auch viele andere „soziale Krankheiten“ verursachen. Indem das Buch die sozialen Merkmale von Kriminalitäts-Hotspots beleuchtet, erkennt es u. a. auch die Bedeutung informeller sozialer Kontrollen (und den Wert von „social cohesion“) für das Verständnis und die Verhinderung von Kriminalität an - https://t1p.de/6so3r