Nr. 312, Oktober 2026
 
1) Entwicklung der Polizeiforschung und zunehmende Akademisierung der Polizeiausbildung und -fortbildung in Deutschland
Der Einfluss der Wissenschaft auf die Polizeiaus- und -fortbildung hat in den letzten beiden Jahrzehnten - anfangs noch gegen den Widerstand weiter Teile der Polizeiführung, die darin das Antonym „Akademisierung vs. Praxisbezug“ erkennen wollten - signifikant zugenommen. Die vielseitigen Ergebnisse interdisziplinärer Polizeiforschung hat inzwischen durchaus beachtlichen Anteil bei der Gestaltung der Curricula der Polizeihochschulen und fließen so sukzessive auch in den polizeilichen Alltag ein. Ein aktuelles Beispiel ist hierbei u. a. auch das Thema „unabhängige Polizeibeschwerdestellen“ (vgl. Hinweis auf den Aden et al. hrsg. Sammelband weiter unten). Daniela Hunold und Hartmut Aden vom Forschungsinstitut für Öffentliche und Private Sicherheit (FÖPS) der HWR Berlin reflektieren in der aktuellen Ausgabe des European Journal of Policing Studies auf die Entwicklung der Polizeiforschung und die damit verbundene „Akademisierung der Polizeiaus- und -fortbildung“ und spannen den zeitlichen Bogen dabei bis zurück in die 1970er Jahre - https://t1p.de/qk662